Sonntag, 18. Dezember 2011

Linktipps


Auch diesen Sonntag möchte ich dazu nutzen, hier zwei Empfehlungen zu hinterlassen.

Die erste geht zu einem TED-Talk von Chris Orwig, der so voll von der Leidenschaft für die Photographie ist, dass es einen einfach mitreißt:



Die zweite Empfehlung geht zu einem Interview mit Robert Frank. Wie schon mal erwähnt ist ja "The Americans" von Frank einer meiner liebsten Bildbände. Hier gibt es ein paar Einblicke in die Entstehung und Franks allgemeines Verhältnis zur Photographie.

Damit wünsche ich euch einen schönen 4. Advent und dass ihr nicht zu sehr unter vorweihnachtlichem Stress leiden müsst.

Samstag, 17. Dezember 2011

Düstere Landschaften


Wie man allgemein meinen Bildern ab und zu anmerkt, habe ich auch einen gewissen Hang zu düsteren Stimmungen. Besonders in den seltenen Versuchen, wo ich mich mit der Landschaftsphotographie beschäftige, gehe ich diesen Tendenzen nach.

Gerade deswegen bevorzuge ich da weniger schönes Wetter mit blauem Himmel sondern mehr die Tage, wo Sturm Wolkenberge den Himmel entlangpeitscht und mir die Frisur entgültig ruiniert.

Hier mal ein paar Ergebnisse eines dieser Versuche:



Freitag, 16. Dezember 2011

Shooting mit Ale und Mimi

Vor einer Weile entstanden die Bilder, die ich euch heute zeige bei meiner ersten Zusammenarbeit mit Ale und Mimi (mittlerweile sind zwei weitere schon gefolgt).

Es wurde gerade Winter, die Temperaturen lungerten um den Gefrierpunkt rum, erster Schnee war auch schon gefallen und es war einfach kalt und nass. Trotzdem zeigten meine beiden Modelle reichlich Durchhaltevermögen wie wir uns durch Baustellen, Dreck, Matsch und durchs Frankfurter Bahnhofsviertel bewegten. Insgesamt gute fünf Stunden haben die beiden durchgehalten und waren dabei immer voll dabei und immer offen für meine eigenen Experimente.

Kurz gefasst, eine tolle Zusammenarbeit und deswegen gibt es jetzt auch mal wieder ein paar mehr Bilder zu sehen.















Donnerstag, 15. Dezember 2011

Die Bewegung in der Photographie

Bewegung ist in der Photographie so eine Sache. Durch die Form des Mediums wird ein Moment eingefroren und im Prozess der Aufnahme nimmt man diesem Moment neben der räumlichen Tiefe auch die Komponente des Fortlaufens der Zeit. Alles bleibt stehen, quasi gefangen im Bruchteil einer Sekunde, dem vorher und nachher beraubt.

Diese Reduktion auf diesen Augenblick ist ein wichtiger Teil der Ästhethik der Photographie, besonders in den dokumentarischeren Genres wie Photojournalismus, Konzertphotographie oder auch Street. Es wird ein Abbild aus einer Gesamtsituation herausgerissen und soll darin die Situation zusammenfassen und ihre Geschichte erzählen. Manchmal gelingt das besser, manchmal schlechter und manchmal vermittelt dieser aus der Zeit herausgerissene Moment sogar eine ganz andere Stimmung als die tatsächlich vorhandene.

Diese Besonderheiten der Photographie lassen sich gut zur Gestaltung seiner eigenen Arbeiten nutzen, aber die Mittel sind auch nicht darauf beschränkt, dass man diese Momente nur klar und scharf abgelichtet aus dem Zeitfluss herausschneidet. Stattdessen kann man auch mit diesem Kontrast einer sich stetig bewegenden und verändernden Welt und einem statischen Bild spielen. Mit längeren Belichtungszeiten, als man von allerlei Lehrbüchern empfohlen bekommt, verschwimmen plötzlich etwa die sich bewegenden Menschen. Und hier bekommt man eine ganz andere Ästhetik zu Gesicht. Man lässt quasi die Zeit normal weiterlaufen, sich die verschiedenen Teile eines Momentes aneinanderreihen und statt diesen mit der Kamera in seine Einzelteile zu zerlegen nimmt man stattdessen diese Reihe von Augenblicken und drückt sie in einen einzigen zusammen.

Dadurch entstehen Bilder, die noch weniger mit unserer regulären Wahrnehmung zu tun haben als die scharfen Ausschnitte aus dem Vorbeijagen der Zeit. Manchmal wirken sie geisterhaft, manchmal dynamisch, hektisch und besonders in der Kombination von sich bewegenden und statischen Elementen auch surreal.

Um dem auch ein paar praktische Beispiele hinzuzufügen, habe ich etwas in meinem Street-Archiv gewühlt und eine kleine Auswahl an Bildern zusammengestellt, bei denen ich die Grenzen der “üblichen” Belichtungszeiten deutlich überschritten habe und damit ganz andere Eindrücke einfangen konnte.

In diesem Sinne, gebt den Leuten in euren Bildern auch mal etwas Zeit, ihre Bahnen durch euer Bild zu ziehen.






Mittwoch, 14. Dezember 2011

Portrait-Shooting mit Madina

In meinem Bildarchiv hat sich so manches angesammelt, was bisher nicht wirklich das Licht der Öffentlichkeit erreicht hat und da bin ich derzeit dabei, etwas aufzuholen.

Heute gibt es da Portraits aus dem langsam winterlich-kalt werdenden Marburg, wo ich mit Madina einen kleinen Spaziergang an der Lahn entlang gemacht habe. Manchmal nah dran, manchmal in der Umgebung eingebunden, manchmal Tageslicht, manchmal Blitz, also ein Gemisch dessen, was bei meinen Portrait-Shootings an Arbeitsweisen auftauchen kann. Und dazu auf der Kamera meistens mein allerliebstes 50mm-Objektiv.

Und dabei sind unter anderem diese Bilder entstanden:






Dienstag, 13. Dezember 2011

Das eine Bild


Es gibt so Tage, wo man auf Phototour loszieht und es will einem nichts gelingen. Oder man experimentiert etwas und bei allen Versuchen kommt nur Mist bei raus. Gerade in der Analog-Photographie, in der ich mich derzeit noch recht unbedarft und neu bewege, gibt es viel auszuprobieren und damit auch viel falsch zu machen. (Aber auch aus der Digital-Photographie kenne ich solche Touren zur Genüge).

Doch dann gibt es da dieses eine Bild in diesem Wust aus fehlgeschlagenen Experimenten oder sonstwie missglückten Photos, diese eine Ausnahme, bei deren Anblick all die daneben gegangenen Versuche plötzlich irrelevant werden. Bei dem einen passt es so, wie ich es mir vorgestellt hab (oder manchmal sogar besser) und plötzlich kommt das Gefühl auf, dass es die ganze Mühe, den Zeitaufwand und (im Fall von Analog) noch zusätzlich die Kosten der Entwicklung und es Films völlig wert waren.

Einer dieser Fälle war ein Ilford Delta 3200, den ich in der Dunkelheit des frühen Abends in Berlin durch meine Kamera “gejagt” habe. Ich wollte mit dem testen, wie weit ich auch nach Einbruch der Dunkelheit mit der Kamera noch die Photographie betreiben kann. Als ich den Film von der Entwicklung abholte, bekam ich dann einen Haufen Bilder zu sehen, die viel zu dunkel waren, nur einzelne helle Stellen enthielten oder man doch zumindest das Motiv erahnen konnte, es aber weit weg von einer vernünftigen Belichtung war. Also blieb die Erkenntnis, dass ich hier die Limits dieser Film-/Kamera-Kombination deutlich überschritten hatte (was an sich ja auch nicht verkehrt ist, es herauszufinden für zukünftige Phototouren).

Doch dann war da noch ein Bild vom Weihnachtsmarkt, dass plötzlich mir in guter Belichtung und schönem Schwarz-Weiß-Kontrast mir sein Motiv enthüllte. Und als ich das sah, musste ich lächeln, denn für das Bild wurde die Tour, dieser durch-photographierte Film es auf einmal wert und alles war gut. Ich hatte ein Photo, was mir sofort gefiel und das passiert bei mir sowieso selten genug und damit hat sich dieses Experiment voll gelohnt.

Kennt ihr so Touren auch? Reicht euch dann auch dieses eine Bild oder ärgert es euch, wenn die Ausbeute nicht größer ist?

Und damit man auch was zu sehen bekommt, hier noch das angesprochene Bild, was leider durch meinen alten Scanner “etwas” an Qualität verloren hat (ein Teil wurde dann wieder gerettet in den Armen von Photoshop). Bald steht aber auch die Anschaffung eines besseren Scanners an, dann wird es vermutlich auch mehr analoge Bilder hier zu sehen geben.

Montag, 12. Dezember 2011

Shooting mit Rania

Nach einem längeren Tag, der sich hauptsächlich aufteilte in im Zug sitzen und analoge Street Photos machen im Frankfurter Regen, bin ich jetzt wieder zu Hause. Bevor ich mich der Bearbeitung der Portraits vom Wochenende widme, gibt es jetzt noch ein paar solche von einer etwas älteren Portrait-Tour mit Rania durch das herbstlich-regnerische Marburg. Ich hoffe, ihr seid gut in die Woche gekommen und noch nicht zu sehr im vorweihnachtlichen Stress versunken.