Samstag, 10. September 2011

Shooting mit Dirk

Heute gibts mal wieder Portraits, und das zur Abwechslung auch mal wieder von einem Mann.

Mit Dirk habe ich vor einiger Zeit am frühen Morgen das Frankfurter Mainufer unsicher gemacht und dabei sind einige Portraits rausgekommen, die mir sehr gut gefallen und die ich deshalb jetzt auch mal hier mit euch teilen möchte.

Hier die Bilder und dann schnapp ich mir auch schon wieder die Kamera und schau mal, was die Stadt heute so im Sonnenschein zu bieten hat.











Sonntag, 4. September 2011

Lost Places

Neben dem Photographieren von Menschen habe ich auch eine große Faszination für Orte, die von eben diesen zurückgelassen wurden. Wohnstätten oder Industrieanlagen, die nicht mehr verwendet werden und verlassen wurden.

An einigen Stellen erkämpft sich die Natur wieder ihren Platz, verdrängt langsam aber sicher die Hinterlassenschaften der Menschheit An anderen Ecken findet man einzelne Hinterlassenschaften derer, die früher hier ihre Zeit verbracht haben, aber nicht alles mitnehmen konnten oder wollten. All das erzählt kleine Geschichten oder weckt zumindest Fragen danach, wie es früher hier aussah. In Gedanken lässt man wieder Menschen durch die verlassenen Hallen wuseln, arbeiten, reden oder ebenfalls nur den Ort in Gedanken versunken betrachten.

Die Vermischung der alten Orte, dem zunehmenden Verfall und der sich weiter ausbreitenden Natur gibt vielleicht einen kleinen Einblick in die Welt, die entsteht, nachdem wir Menschen sie entgültig verlassen haben. An anderen Ecken verbindet sich das alte aber auch mit dem modernen, vielerorts behalten zumindest Sprayer noch diese Orte in Erinnerung und nutzen sie als Leinwand für ihre Kunst.

Da mich diese Orte ebenfalls anziehen, nutze ich sie immer mal wieder als Platz für mein photographisches Schaffen, oft in Verbindung mit Personen, immer mal ist aber auch rein der Ort selbst mein Motiv. Und in diesem Sinne möchte ich noch ein paar Bilder zeigen von einem verlorenen Ort, bevor er noch weiter verschwindet.














Dienstag, 16. August 2011

Shooting mit Anna

Kommen wir mal wieder zurück zur Menschenphotographie, nicht ganz umsonst mein aktivstes Gebiet. ;)

Das Shooting mit Anna stand etwas unter dem Oberthema Sucht und da sind auch Bilder entstanden die in diese Richtung weisen. Allerdings konnte ich mich bei ihrem wunderbaren Gesicht nicht zurückhalten, einen Teil des Shootings auch reinen Portraits zu widmen.

Und da bei den letzten Posts viele Worte gefallen sind, belass ich es mal dabei und lasse die Bilder den Rest der Geschichte erzählen:











Dienstag, 9. August 2011

Holga-Objektiv für Digitalkameras

Die Holga-Kameras haben ja schon lange eine große Fangemeinde genauso wie überzeugte Ablehner in der Photographengemeinde. Bisher hab ich mich aus dem Gebiet rausgehalten, da die analoge Photographie schlicht nicht so mein Fall ist (also das so arbeiten, bei den Bildern anderer ist es mir recht Wurst aus was für einer Kamera sie entkommen sind).

Doch vor kurzem kam jetzt auch ein Holga-Objektiv für Digital-Kameras heraus, bisher für Nikon und Canon erhältlich. Und angesichts des günstigen Preises hab ich mich mal diesem Abenteuer gewidmet.

Das Objektiv ist so klein und durch seine Plastikverarbeitung auch extrem leicht, dass es quasi in jeder überfüllten Fototasche doch noch irgendwo versteckt werden kann. An Technik bringt es nicht viel mit, Autofokus gibt es keinen, verstellbare Blende auch nicht. Doch wenn man seinen Technik-Fetisch befriedigen will, ist man hier sowieso falsch.

Die Brennweite das kleinen Plastik-Kringels ist mit 60mm angegeben, die feste Blende mit 8. Das allein deutet schon darauf hin, dass man gerade in unseren derzeit nicht übermäßig sonnenverstrahlten Landen schnell bei höheren Isos landen wird. Mein Eindruck von meiner ersten Test-Tour ist aber noch, dass das Objektiv mehr Licht schluckt, als man es bei F8 erwartet und es eher wie F16 erscheinen lässt (zur Ergänzung: Das ist mein Gefühl, genaue Vergleichstests mit konventionellen Objektiven habe ich nicht gemacht).

Aber das soll einen nicht aufhalten, zur Not kann man ja auch einfach Bewegungsunschärfe als Gestaltungsmittel mit dazu nehmen, von klassischen Vorstellungen von Schärfe muss man sich hier sowieso verabschieden. Das Fokussieren ist durch die nicht völlig scharfe Linse und den recht stark abgedunkelten Sucher nicht ganz einfach, auch die Distanzssymbole auf dem Objektiv sind nur eine grobe Orientierung. Aber mit etwas Übung klappt es dann doch ganz passabel. Aber auch mit getroffenem Fokus wird es nie richtig scharf, das Bildzentrum ist noch am nähesten an etwas, dass man scharf nennen kann, dran, je weiter es nach außen geht, desto unschärfer wird es. Ein wenig werden die unscharfen Ränder aber durch heftiges Vignettieren kaschiert. Auch für wilde Lense-Flare-Bildung bietet das Objektiv beste Bedingungen. ;)

Kurzgefasst kann man also sagen, wenn man klassisch scharfe Bilder machen will, kann man das Objektiv getrost ignorieren, aber das sollte niemanden wundern, der sich schonmal mit den Holga-Kameras beschäftigt hat. Was es aber stattdessen liefert ist ein sehr eigenwilliger Bildlook, den kann man mögen, oder eben nicht. Ich werde auch weiter mit dem Objektiv experimentieren und mal sehen, was ich damit so anstellen kann. Für mich ist es eine angenehme Möglichkeit, den Wahn des technisch perfekten Bildes, mit dem ich zumindest manchmal ringe, einfach von Anfang an über Bord zu werfen und mich nur dem Bild selbst zu widmen.

Und das wichtigste für mich ist, es macht schlicht Spaß mit dem kleinen Ding auf der großen Kamera durch die Gegend zu ziehen und mal zu schauen, was sich machen lässt. Und gerade in Anbetracht des sehr günstigen Preises würde ich das Objektiv jedem empfehlen, der gern mal Konventionen Konventionen sein lässt und einfach etwas experimentieren will. Zum Abschluß dann jetzt noch ein paar weitere Bilder von meiner ersten Tour in der digitalen Holga-Welt.







Mittwoch, 3. August 2011

Abstrakte Architektur in Schwarz-Weiß

So langsam ordnet sich die Bilderflut, die ich aus meinen zwei Monaten in Spanien mitgebracht habe und im Zuge dessen dürfte es hier wohl auch ein paar davon zu sehen geben.

Heute gibt es da dann ein paar Architekturaufnahmen vom Museum für moderne Kunst in Barcelona, die ich passend zum Thema des Museums eher abstrakt gehalten habe. Und da das Gebäude fast ausschließlich weiß ist, habe ich mich entschieden, die Bilder auch farblich auf schwarz-weiß zu reduzieren.

Und das ist dabei rausgekommen:









 

Sonntag, 31. Juli 2011

Photographie und die Frage nach der Kunst

Die Frage, ob Photographie Kunst ist, oder doch mehr in den Regionen der Dokumentation gefangen ist, beschäftigt wohl viele, die sich diese visuelle Form als Ausdrucksmöglichkeit erwählt haben (oder von dieser erwählt wurden, nicht in einer Art göttlichem Akt des Auserwählt seins, sondern einfach indem, das sich diese Form als die einzig richtige oder die einzig mögliche Ausdrucksform herausgebildet hat).

Speziell von Seiten der Malerei wird die Photographie gerne abgetan als Kunstform für die anderweitig Unbegabten, die, die eigentlich malen wollen, doch dafür kein Talent besitzen. Für manche mag das auch zutreffen, dass die Photographie versucht, die Malerei nachzuahmen, doch scheint dies meist zum Scheitern verurteilt zu sein, denn es versucht die Stärken der Malerei, nicht an reales Vorhandensein der dargestellten Objekte gebunden zu sein, zu transferieren in eine Ausdrucksform, die gerade von diesen abhängig ist, verleugnet aber gleichzeitig auch, dass gerade diese dokumentarische Kraft der Punkt ist, in dem die Photographie ihrem scheinbaren Geschwister Malerei massiv überlegen ist, ja geradezu bis zum heutigen Tage die Relevanz der realistischen, dokumentarischen Malerei damit nahezu vollständig ausgelöscht hat.

Die Malerei selbst kann dies an sich als eine Befreiung verstehen, losgelöst von der Notwendigkeit mühselig und zeitaufwendig rein abbildende Portraits anzufertigen, kann sie sich Bereichen widmen, die ihrer Form eigen sind und anderen unzugänglich. Die vortreffliche Eignung der Photographie, diese Rolle zu übernehmen stellt nun die Frage ob ehrlich betrachtet wirklich nur die Dokumentation die einzig sinnvolle Herangehensweise an dieses Medium ist. Zusätzlich dazu stellt sich die Frage, durch den überaus dominanten Charakter den das technische Gerät Kamera im Herstellungsprozess einer Photographie besitzt, wer bei dem fertigen Bild eigentlich der tatsächliche Kreator, der Erschaffer ist, derjenige, der die Kamera bedient oder doch die Kamera selbst mit dem Bediener nur als eine Art Erfüllungsgehilfen, sie ihrem Nutzen zuzuführen.

Gerade die massenhafte Verbreitung von Kameras im Alltag (zum Beispiel etwas völlig unvorstellbares für die Malerei) verstärkt diesen Eindruck noch. Zu Legionen werden ständig neue Photographien produziert, Schnappschüsse von Urlauben, die kaum mehr taugen als zu zeigen, dass man tatsächlich dort war, oder ähnliche Produktionen von den Menschen im eigenen Umfeld, reine Dokumentationen von deren Existenz und vage einer vorhandenen Beziehung zum Kameraoperator. Jegliche visuelle Entscheidungen werden jedoch der Kameraautomatik und damit dem Zufall oder doch eben der Kamera selbst überlassen, wodurch diese deutlich mehr zum Erschaffer wird, der Kameraoperator aber im Prinzip nur zu einem voll beweglichen Stativ.

Diese Benutzung der Photographie - die manchmal schon obsessiv wirkt, als wäre etwas gar nicht passiert oder ein Ort nicht besucht worden, wenn man es nicht mit einem Photo in allerlei sozialen Netzwerken beweisen kann - erzeugt einen Massenstrom an visuellen Reizen, in denen anspruchsvollere Ansätze weggespült werden wie Sandburgen bei Flut. Ein Problem, dem sich die Malerei aus zahlreichen Gründen nie stellen musste.

Doch heißt das wirklich, dass Photographie durch ihre massenhafte Herabwürdigung zum reinen Erinnerungsmedium keine Kunst sein kann? Das diese Produkte, die ohne jegliche tiefergehende Schaffensintention entstehen den Charakter der Kunst nicht erfüllen, sollte offensichtlich sein, aber kann das ein ganzes Medium disqualifizieren? Würde man der Malerei ihren künstlerischen Anspruch absprechen, nur weil plötzlich jeder in dem Medium herumstümpern würde? Wahrscheinlich würde auch da das Ansehen des Mediums leiden, die Kunstkritik zeigte ja schon immer ihre Probleme mit Massenproduktionen. Jedoch würde die Malerei durch die Eigenart ihres Schaffensprozesses immer noch den Hauch von kreativem Schaffen vermitteln, wohingegen die Photographie als simples auf einen Knopf drücken verunglimpft wird.

Sicherlich spielt die Kamera und das Objektiv eine entscheidendere, schwerer durch andere Geräte austauschbare Rolle als in der Malerei der konkrete Pinsel und die konkrete Farbe. Auch mag man der Malerei zusprechen, dass die virtuose Beherrschung ihrer Werkzeuge schwerer zu erlernen und vor allem zeitaufwändiger ist, doch auch bei der Kamera ist es nicht damit getan, sie in eine Richtung zu halten und auszulösen. Die Beherrschung der gestalterischen Möglichkeiten, die das Werkzeug Kamera bietet, müssen genauso erlernt werden, auch dieses Werkzeug erfordert viel Zeit und harte Arbeit, um es wirklich in den Griff zu bekommen. Daneben muss die Nutzung des vorhandenen oder die kontrollierte Verwendung künstlichen Lichts gelernt und deren verschiedene Wirkungen und Charakteristiken verstanden werden. Zusätzlich gelten für beide Medien die selben Gestaltungsregeln, und auch diese müssen erlernt und verstanden werden, um wirklich in der Lage zu sein, dass zu kreieren, was aus dem Kopf des Künstlers in die Realität gebracht werden will.

Der Photograph wird dann zum Künstler, wenn er die ihn umgebende Realität nicht mehr nur dokumentiert, sondern anfängt sie als Bausteine zu betrachten, mit deren Hilfe er seine eigenen Visionen in ein Bild übertragen kann. Gegenüber dem Maler ist er hier den Restriktionen der Realität unterworfen. Während der Maler mit seinem Pinsel Fantasie-Welten kreieren kann, die fernab jeglicher realen Möglichkeiten liegen, bleibt der Photograph (solange er Photograph bleibt und nicht zum Digital Artist wird) an die konkrete Welt, die ihn umgibt, gebunden. Doch in dem, wie er die vorhandenen “Bausteine” nimmt und daraus ein fertiges Werk herstellt, eine Photographie, erreicht auch er den Rang des Künstlers, wenn die Realität nicht allein gezeigt wird, sondern die Bilder eine Geschichte erzählen, nicht rein von etwas handeln, sondern etwas über etwas (zum Beispiel das abgebildete) aussagen.

Der Photograph wird zum Erzähler seiner eigenen Wahrheit und verlässt den Bereich der Dokumentation. Und was anderes kann man als Kunst sehen als in irgendeiner Form, sei es nun Malerei, Photographie, Musik oder einem anderen Medium, die uns eigene Wahrheit zu erzählen, uns selbst in unserem Werk mit zum Ausdruck zu bringen?

Kunst kann nie objektiv sein, je nach Ausrichtung kann man sich bemühen einem objektiven Status näher zu kommen oder sich bewusst für die Subjektivität entscheiden und nur der Geschichte zu folgen, die man selbst mit seinem Werk erzählen will. Und das kann man letztendlich mit jedem Medium angehen, weswegen ich die Position vertrete, dass ein Medium selbst nicht bestimmen kann, ob etwas Kunst ist oder nicht, sondern nur die hinter der Verwendung des Mediums stehenden Ziele es möglich machen können, zu verstehen, welchen Status ein konkretes Werk innehat.

In der Photographie dürften hierbei wohl der Status Kunst und der, der Dokumentation die größten Säulen des Mediums sein. Wobei auch noch gesagt werden sollte, dass beide ihren Platz und ihre Relevanz haben, es muss auch nicht alles Kunst sein, auch der journalistische Bereich trägt eine große Bedeutung in seiner dokumentarischen Funktion und selbst die Urlaubsschnappschüsse können für einen selbst von Bedeutung sein, allein vielleicht müsste man sie nicht allen Leuten da draußen in den Weiten des Internets zeigen. ;)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Shooting mit Ann-Kristin

Ja, mich gibts auch noch. ;) 

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland bin ich wieder mehr aktiv im Portrait-Feld unterwegs und um das hier auch visuell zu unterstreichen, habe ich eine Auswahl von meinem Shooting mit Ann-Kristin zusammengestellt. Das war zwar schon eine Weile vor meinem Auslandsaufenthalt, aber trotzdem gab es hier bisher nichts davon zu sehen.

Das ändert sich jetzt: Bei dem Shooting haben wir die Marburger Altstadt unsicher gemacht und uns sowohl Nah- als auch Umgebungsportraits gewidmet. Eine kleine Auswahl könnt ihr euch jetzt hier ansehen: